Tutorial Galopprennsport

Tutorial Galopprennsport

Grundlagen
Dieses Tutorial möchte zunächst einige Dinge erläutern, die zum Grundwissen des Galopprennsports gehören und aufzeigen, wie man die wichtigsten Werkzeuge dieser Webseite benutzt. Das anschließende Kapitel beschäftigt sich dann mit weiterführenden Theorien und Ansichten.
Um die Leistungsstärke eines Rennpferdes beurteilen zu können, kommt man kaum umhin sich die letzten Ergebnisse eines Pferdes, die sogenannten „Formen“, anzuschauen. Auf Galopp-Statistik.de gelangt man zu diesen Formen, indem man auf den Namen eines Pferdes klickt, oder erhält sämtliche Formen eines Rennens, wenn man ein Rennen eines Renntages anwählt.
Holy Roman Emperor (IRE) - Wells Present
05.08.18
Düs
A
Gr I
500.000€
2.200 m
gut
1.2
1.
/11
58,0
kg
3.2
:1
F.Minarik
78
cha
10.06.18
Hop
A
Gr II
70.000€
2.000 m
gut
-0.8
1.
/9
58,0
kg
4.2
:1
F.Minarik
71
off
19.05.18
Düs
A
Liste
25.000€
2.100 m
gut
-1.7
1.
/11
58,0
kg
5.3
:1
F.Minarik
69
cha
Kampf
Einige der in den Formen aufgeführten Angaben sind selbsterklärend, andere kann man unter Erläuterungen nachlesen.
Kennen sollte man das Pfeilsymbol , über das man zum vollständigen Ergebnis des Rennens gelangt. Ist das Pfeilsymbol farbig, lief das Pferd in diesem Rennen gegen ein oder mehrere heutige Gegner.
Speed-Punkte  77  sollen, dort wo vorhanden, die Leistung eines Pferdes in Zahlen ausdrücken, sodass Einschätzung und Vergleich der startenden Pferde auf einfache Weise möglich ist. Mehr zum Thema findet man unter Speed-Punkte.
Ausgeglichene Rennen
Damit Galopprennen spannend sind, versuchen die Verantwortlichen dafür zu sorgen, dass gleichstarke Pferde gegeneinander antreten. Hierzu werden die Rennen in Kategorien (A bis F) und Klassen eingeteilt. Die höchsten Klassen sind die Gruppe- und Listenrennen (sogenannte Black Type-Rennen), darunter folgen die Ausgleiche I bis IV. Theoretisch kann jedes Pferd in jeder Klasse laufen. Sollte ein Gruppe-Pferd aber in einem Ausgleich antreten, müsste es dort ein riesiges Gewicht mit sich schleppen.
Gewichte
Gewichte sind das Hauptwerkzeug, mit dem versucht wird für ausgeglichene Felder zu sorgen. Bessere Pferde werden mit Gewichten belastet, wenn sie gegen schlechtere laufen. Die Rennen, in denen dieses Gewichtssystem angewandt wird, und das sind die meisten, nennen sich Handicaps. Ihm zugrunde liegt das GAG (Generalausgleichgewicht). Gewinnt ein Pferd ein Rennen, steigt sein GAG, läuft es längere Zeit unplatziert, sinkt sein GAG. Das Gewicht, welches ein Pferd in einem Handicap zu tragen hat, richtet sich also nach seinem GAG.
Nicht alle Rennen sind Handicaps, beispielsweise wird in Grupperennen das Gewicht gewöhnlich über Alter und Geschlecht bestimmt.
Rennbahn und Geläuf
Rennbahn ist nicht gleich Rennbahn. Zwar hat eine Distanz von einer Meile auf jeder Rennstrecke dieselbe Länge, doch unterscheiden sich die Bahnen in der Weite ihrer Bögen, in der Länge ihrer Zielgeraden und es sind auch nicht alle durchgehend flach.
Große Unterschiede gibt es auch in der Beschaffenheit des Bodens. Ein Rennpferd läuft die Meile auf trockenem („guten“) Boden etwa eine Sekunde schneller als auf weichem („durchlässigen“) Geläuf. Es gibt Pferde, die kommen mit weichem Boden sehr gut zurecht, bringen auf gutem Boden aber keine Leistung oder umgekehrt.
Des Weiteren gibt es Rennbahnen, in denen im Uhrzeigersinn gelaufen wird, auf den anderen wird gegen ihn gerannt. Man spricht von „Links- und Rechtskursen“. Wie für die Art der Bodenbeschaffenheit, gibt es auch Spezialisten für Links- oder Rechtskurse, genau wie Pferde mit Abneigungen oder Vorlieben für eine bestimmte Rennbahn.
Jockeys und Trainer
Gute Jockeys können ein Rennen lesen und entsprechend reagieren. Neben individuellen Fähigkeiten hat dies viel mit Erfahrung zu tun. Deshalb erhalten angehende Jockeys mit weniger als 50 Siegen eine Gewichtserlaubnis. Diese Reiter gehen mit bis zu 5 Kilogramm weniger Gewicht als ausgebildete Jockeys ins Rennen. Bei Galopp-Statistik.de wird die Gewichtserlaubnis nicht explizit angegeben, sie ist bereits in die Gewichtsangabe eingerechnet.
Genau wie bei Rennpferden gibt es auch Jockeys und Trainern, die ein Tief haben oder sich in guter Form befinden. Manchmal breitet sich die gute Form der Pferde auf den ganzen Stall des Trainers aus, dann spricht man von „Stallform“. Und wie bei den Pferden so sind auch manche Jockeys und Trainern auf bestimmten Rennbahnen besonders erfolgreich.
Wer wo gut zurechtkommt und wie die aktuelle Form ist, lässt sich auf den Seiten Jockey und Trainer-Statistik ermitteln.
Startboxen
Auch die Nummer der Startbox ist nicht ohne Bedeutung. Eine niedrige Nummer bedeutet, dass das Pferd von weiter innen startet, wodurch sich die Möglichkeit bietet eine gute Position im Feld zu erlangen und in den Bögen etwas geringeren Weg zurücklegen zu müssen. Allerdings sind nicht auf jeder Rennbahn und jeder Distanz die inneren Startboxen zwangsläufig die besseren. Hilfreich kann hier die Startbox-Statistik sein.
Abstammung
Die Abstammung der Tiere ist ein besonderes Thema im Pferderennsport. Es ist im Grunde eine Wissenschaft für sich und würde den Rahmen dieser Webseite mehr als sprengen. Man geht davon aus, dass erfolgreiche Rennpferde auch erfolgreiche Nachkommen erzeugen. Dies ist zumeist auch der Fall, muss aber nicht so sein. Manche Tiere erweisen sich in der Zucht als besonders gute oder besonders schlechte Vererber. In der Theorie bringen gute Sprinter sprintstarke Nachkommen hervor und Pferde mit Ausdauer gute Steher. In der Zucht von Rennpferden achtet man auch auf „Härte“, also die Verletzungsanfälligkeit, und viele weitere Dinge.
Der Name eines Rennpferdes wird häufig mit zwei weiteren Namen angegeben, dabei handelt es sich um die Namen des Vaters (vorne) und der Mutter (hinten). So kann man versuchen über die Vorfahren auf Charaktereigenschaften des Pferdes zu schließen.
Tiefergehende Überlegungen
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